Anorexie, Appetitverlust
Unter: Symptome, die die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme betreffen (R63)
ICD-10 online (WHO-Version 2006)
Die Anorexie (Kunstwort, zusammengesetzt aus α privativum und griech. ὄρεξις, "Verlangen" → "Appetitlosigkeit"), auch die Inappetenz (abgeleitet von lateinisch appetītus, „das Verlangen“ und in- als verneinender Vorsilbe), ist der medizinische Fachbegriff für Appetitlosigkeit. Die Magersucht (Anorexia nervosa), eine psychisch bedingte Sonderform der Anorexie, wird manchmal ebenfalls verkürzend als „Anorexie“ bezeichnet, was medizinisch gesehen jedoch nicht korrekt ist.
Bei Anorexie kommt es zum Verlust des Appetits bzw. des Verlangens nach Nahrung. Bei länger andauernder Anorexie lässt das Hungergefühl nach und es kommt zu schweren körperlichen Schäden.
Sehr schnell eintretende Folgen einer Anorexie sind insbesondere an den Organen mit hoher Stoffwechselaktivität und Bausteinen mit kurzer Halbwertszeit sichtbar, z. B. ein Albuminmangel im Blut mit der Bildung von Ödemen (vergleiche Hungerödeme).