Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Antimon(III)-oxid (auch Antimontrioxid genannt) ist eine Antimonverbindung mit der Summenformel Sb2O3. Es ist ein weißes kristallines Pulver, das in Wasser unlöslich ist, aber sich in konzentrierten Säuren und Laugen löst.
Antimontrioxid wird technisch durch Erhitzen von Antimontrisulfid (Grauspießglanz) an der Luft (Rösten) gewonnen oder durch Verbrennen von Antimon.
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
Molare Wärmekapazität bei konstantem Druck: 101,4 J/(K·mol)
Molare Verdampfungsenthalpie: 17,6 J/mol
Molare Standard-Bildungsenthalpie: −709 kJ/mol
Molare Standardentropie: 123 J/(K·mol)
Chemische Eigenschaften
Antimontrioxid entspricht in seiner Struktur dem Phosphortrioxid. Antimontrioxid färbt sich beim Erhitzen gelb und wird beim Abkühlen wieder weiß. Erhitzt man es auf über 800 °C, nimmt es weiteren Sauerstoff auf unter Bindung von Antimontetroxid. Dieses stellt ein Mischoxid aus Antimontri- und Antimonpentaoxid dar. Wie die Löslichkeit in konzentrierten Säuren – wobei je nach Säurekonzentration neutrale Salze oder Oxidsalze entstehen – und in Laugen – wobei sich Antimonite bilden – zeigt, handelt es sich bei Antimontrioxid um ein amphoteres Oxid.
Verwendung
Antimontrioxid wird teils als Pigment und in der Emaille-Produktion verwendet. In der Galvanik dient es zum Antimonieren anderer Metalle. Es wird auch als Katalysator für die Herstellung von PET verwendet. Zusammen mit einer Dotierung aus Zinn als ATO (Antimon-Tin-Oxide) für transparent-leitfähige Beschichtungen von Gläser, beispielsweise für die Displaytechnik und Pigmenten für helle und transparente Antistatik-Beschichtungen. Bei Flammschutzmitteln wie Decabromdiphenylether wird Antimontrioxid als Synergist eingesetzt.