Anästhesist ist die Berufsbezeichnung für einen Arzt, der sich auf das medizinische Fachgebiet Anästhesiologie spezialisiert hat. Zu den Tätigkeitsfeldern gehören die Gebiete:
Anästhesie mit Vorbereitung und Durchführung von Narkose- und Lokalanästhesiemaßnahmen, sowie die unmittelbare postoperative Überwachung im Aufwachraum (AWR), sog. perioperatives Management
Notfallmedizin, aufgrund der Kenntnisse der Therapie von Störungen des Kreislaufs und der Atmung
Schmerztherapie von chronischen (Schmerzkrankheit) und akuten Schmerzen (z. B. postoperativ)
Palliativmedizin Durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft gewinnt die Linderung (Palliation) von Leiden neben der kurativen Medizin immer größere Bedeutung und ergänzt die klassische Schmerztherapie.
Anästhesisten sind in Deutschland Fachärzte (Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin, die genaue Bezeichnung variiert zwischen den Bundesländern). Die Weiterbildung dauert im Anschluss an das Medizinstudium 5 Jahre. Zusätzlich bzw. im Anschluß an die Facharztweiterbildung können verschiedene Zusatzqualifikationen erworben werden (z.B. die Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin und Spezielle Intensivmedizin).
Eine umfassende europäische (und damit supranationale) Qualifikation kann mit dem Examen der europäischen Fachgesellschaft für Anästhesiologie (European Society of Anaesthesiology) belegt werden, deren Kurzbezeichnung in fast allen Ländern im Anschluss an den Namen geführt werden kann (DESA = Diploma of the European Society of Anaesthesiology, früher DEAA).
Anästhesisten sind typischerweise
angestellt (z.B. an Krankenhäusern innerhalb einer Abteilung oder einer Klinik) oder
selbstständig (z.B. als mobiler Anästhesist oder mit eigener Tagesklinik)
tätig.
WebLinks
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (Fachgesellschaft)
Berufsverband Deutscher Anästhesisten
Homepage der ESA zum europäischen Anästhesie Diplom