Es unterbindet den Abbau von Purin zu Harnsäure durch Hemmung des EnzymsXanthinoxidase. Dadurch sinkt der Harnsäurespiegel im Blut, Ablagerungen von Harnsäure im Gewebe werden abgebaut bzw. deren Neubildung verhindert. Es kommt zu einer vermehrten Ausscheidung von Vorstufen der Harnsäure (Xanthinen) über die Niere.
Allopurinol ist ein meist gut verträgliches Arzneimittel. Aufgrund der potentiellen Nebenwirkungen sollte eine Einnahme jedoch nur bei ärztlicher Verordnung (Verschreibungspflicht!) und Kontrolle erfolgen. Die Indikation für eine Therapie mit Allopurinol ist bei gravierender Hyperurikämie (> 8,5 mg/dl) bzw. bei wiederholten Gichtanfällen, einer bestehenden Gichtnephropathie oder von Harnsäuresteinen gegeben. Die übliche Dosis liegt zwischen 100 bis 300 mg/Tag. Bei bereits bestehender Niereninsuffizienz muss die Dosis angepasst werden. Im akuten Gichtanfall darf keine Allopurinolgabe erfolgen (kann den Anfall verlängern)!
Dosisreduktion von Allopurinol bei gleichzeitiger Gabe mit Purin-Antimetaboliten (Azathioprin,...), da Allopurinol die Xanthinoxidase inhibiert und somit eine Kumulation von Azathioprin bewirkt. Die Toxizität wird folglich erhöht ohne die Dosisreduktion.
Handelsnamen
Zyloric®, Allopurinol®
Wichtiger Hinweis
Allopurinol darf nicht im akuten Gichtanfall gegeben werden.
Allopurinol wird zur Prophylaxe eingesetzt, kann aber auch selbst einen akuten Gichtanfall auslösen.