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Lebensnotwendige Förderung für Life-Science-Start-Ups

Von Giovanni Rizzo, PhD MBA Chief of Innovation Division, Z-Cube Srl

Forscher müssen bei der Suche nach Kapitalgebern oft zwischen Investitionen und Mentoring abwägen. Die Teilnahme an dem richtigen Accelerator-Programm kann hingegen den Zugang zu beidem ermöglichen und somit maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen.

Der globale Life-Science-Sektor wird bis zum Jahr 2020 auf einen Wert von $ 447,5 Milliarden anwachsen,[1] aber Life-Science-Start-Ups, die noch am Anfang stehen, sind oft weitgehend von Mitteln abgeschnitten, die sich vorwiegend aus groß angelegten Fusionen und Übernahmen ergeben. Daher wird das Panorama  europäischer Life-Science-Start-Ups durch eine Widersprüchlickeit getrübt: Unternehmen erhalten in der Regel erst eine Finanzierung, wenn sie eine gewisse Reife erlangt haben, aber sie sind ohne signifikante Finanzierung nicht in der Lage, diese gewisse Reife zu erlangen. Um dieses Problem zu lösen, gehen viele Unternehmen zu früh an die Börse und riskieren die Unterbewertung ihres Geschäfts.

Geschäftliche Erfahrungen sind entscheidend

Allein in Großbritannien machen  Ableger von Universtiäten 34 % der neuen Life-Science-Start-Ups aus.[2]  Solche Start-Ups in den Life Sciences werden sehr oft von visionären Akademikern erdacht und aufgebaut, die sich aber selbst leider als unerfahren in Bezug auf den Aufbau eines Unternehmens beschreiben würden. Sie haben keine Erfahrung darin, wie man einen robusten Businessplan verfasst, eine Wertschöpfungskette aufbaut, mit Partnern oder Steuer- und Personalfragen umgeht. Dennoch müssen alle diese wichtigen Geschäftsaktivitäten ausgearbeitet und berücksichtigt werden, wenn junge Unternehmen Investoren beeindrucken und Finanzierung sichern wollen. Ein aktueller Bericht von MindMetre Research bestätigt, dass ein Mangel an Schlüsselkompetenzen oftmals eine Ablehnung bedeutet.[3]

Dieses Umfeld, in dem anspruchsvolle, oft akademische Start-Ups um Finanzierung kämpfen, stellt ein Dilemma für innovative Pioniere dar, denen der Zugang zu Finanzierungen verweigert wird, weil sie keine Geschäftserfahrung haben und nur Firmen, die bereits Mittel erhalten haben, auf mehr Kapital zugreifen können. Ein solches Umfeld schadet dem gesamten Life-Science-Sektor, da es Innovationen unterdrückt, die unternehmerische Initiative entmutigt und letztlich wichtige Entwicklungen verhindert, die die Patientengesundheit verbessern könnten.

Die richtige Förderung ist erfolgsentscheidend

Life Science Start-Ups in der Frühphase sollten daher darüber nachdenken, welche Art von Unterstützung von verschiedenen Investoren angeboten wird. Der Zugang zu Mentoren und Beratern sollte nicht unterschätzt werden, da sie die praktische Seite der Unternehmensgründung vermitteln  können. Während der Zugang zu Finanzmitteln die Motivation für die Teilnahme an einem Accelerator-Programm ist, haben nicht alle Programme strukturierte Beratung für die Erschließung der Wachstumschancen zu bieten.

Man sollte auch die gesamte regulatorische und unternehmerische Umgebung des Landes berücksichtigen, in dem das Förderprogramm stattfindet: Werden Start-Ups steuerliche Anreize oder Kredite für F&E angeboten? Wie zugänglich sind Bankkredite? Ist der Gründungsprozess nahtlos und einfach? Italien hat zum Beispiel vor Kurzem ein bahnbrechendes "italienisches Start-Up-Gesetz" verabschiedet, so dass das Land in 2016 auf Platz 2 des europäischen "Start-Up Nation Scoreboard" landete.

Resümee

Die Daten zeigen, dass 90 % aller Start-Ups innerhalb des ersten Jahres scheitern.[4] Der Erfolg der Mittelbeschaffung hängt auch von der Fähigkeit ab, eine Vision mit dem richtigen Netzwerk zu verknüpfen. Die richtigen Leute zur richtigen Zeit zu treffen, ist keine leichte Aufgabe und viele Unternehmen überleben dieses wichtige Stadium nicht. Die Wahl eines Accelerators, der im richtigen Sektor tätig ist, kann zur Verständigung mit Beratern und Kollegen beitragen, die bei der Formulierung eines Plans zur Verhinderung von Fallstricken helfen. Die richtige Art von Accelerator kann Start-Up- Unternehmen  außerdem passenden Investoren vorstellen. Der Beitritt zu einem beratendem Accelerator-Programm kann somit auch für den Aufbau des Unternehmenswerts entscheidend sein.


[1] EP Vantage Daten

[2] Life Science Netzwerk, Life Science Startups In Großbritannien, 27. Dezember 2016

[3] MindMetre Research, Mind the (skills) Gap, Juni 2015

[4] Forbes, 90% der Startups Fail: Hier ist, was Sie wissen müssen über die 10%

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