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21.03.2007: Ein Netzwerk für Biomolekulare Kernspintomographie (NMR) wurde mit Beteiligung des Forschungszentrums Jülich in Düsseldorf gegründet. Jülich verfügt neben seiner wissenschaftlichen Expertise über ein NMR-Zentrum mit drei leistungsstarken Spektrometern.

Das NRW-Netzwerk bio-N3MR wurde als eine Kooperation des Forschungszentrums Jülich, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen sowie dem Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund im Bereich der NMR-basierten strukturbiologischen Forschung gegründet.

Die vorhandene Infrastruktur - NMR-Spektrometer, Labore zur Proteinherstellung und Rechenkapazitäten - sowie das Know-how der beteiligten Institute sollen in dem neuen Netzwerk verknüpft und gebündelt werden, um beispielsweise auf dem Gebiet der Strukturbiologie verstärkt krankheitsrelevante Mechanismen bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder viralen Infektionen - beispielsweise AIDS oder SARS - aufzuklären. Auch die NMR-Methoden- und Softwareentwicklung sowie die Bereitstellung Web-basierter Werkzeuge zur Datenauswertung und Strukturberechnung können im Netzwerk besser genutzt werden.

Mit bio-N3MR soll es nun eine gemeinsame Plattform geben, von der aus die beteiligten Wissenschaftler zukünftig bei der Gerätebeschaffung im Rahmen von EU-Programmen gemeinsam handeln können. Gleichzeitig wollen die Forscher das neue Netzwerk nutzen, um die Forschungsrichtung "Biomolekulare NMR-Spektroskopie" in der Öffentlichkeit sowie bei Landes- und Bundespolitikern bekannter zu machen und gezielt ihre Interessen zu vertreten.

Im Forschungszentrum Jülich werden sich die Kooperationspartner nun jährlich zur Projektplanung und zum Austausch von Forschungsergebnissen treffen. Besonders für Nachwuchswissenschaftler soll hiermit ein Diskussions-Podium geschaffen werden. Neben NMR-Spektroskopikern werden auch Hersteller von NMR-Produkten und NMR-bezogenen Serviceleistungen eingeladen, um ihre Neuentwicklungen zu präsentieren.

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