Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Stada-Übernahme droht erneut zu scheitern

15.08.2017

(dpa) Die angepeilte milliardenschwere Übernahme des Arzneimittelherstellers Stada droht auch im zweiten Anlauf zu platzen. Kurz vor Ablauf der Frist für das Angebot der Finanzinvestoren Bain und Cinven zögern die Stada-Aktionäre weiter. Bis Freitagabend wurden ihnen erst gut 34 Prozent der Stada-Aktien angedient, teilten die beiden Kaufinteressenten am Montag mit. Damit die Übernahme gelingt, muss bis Mittwochabend eine Annahmequote von 63 Prozent erreicht werden.

Grund für die ernüchternde Zwischenbilanz ist auch die Zurückhaltung von Privatanlegern, die rund ein Viertel an Stada halten. Darunter sind viele Ärzte und Apotheker, die einen Verkauf kritisch sehen. Eine Online-Kampagne für die Übernahme und ein warnender Brief von Firmenchef Engelbert Willink an die Aktionäre droht im Sande zu verlaufen. Deutlich weniger Kleinaktionäre als im ersten Anlauf hätten bisher ihre Anteile angedient, sagte ein Stada-Sprecher am Montag. «Der Ball liegt nun im Feld der Hedgefonds».

Diese halten nach früheren Angaben etwa 50 Prozent der Anteile an dem Pharmakonzern und hatten sich im ersten Anlauf in der Hoffnung auf ein noch höheres Angebot verspekuliert. Da die Hedgefonds nicht genug Papiere angedient hatten, war die 5,3 Milliarden Euro schwere Übernahme des MDax-Konzerns im Juni gescheitert. Bain und Cinven, die das Geschäfte von Stada mit Nachahmermedikamenten und rezeptfreien Medikamenten internationalisieren wollen, hatten daraufhin ihr Angebot aufgestockt und die Annahmequote gesenkt.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über STADA Arzneimittel
  • News

    Keine Belege für grobe Fehler von Ex-Stada-Spitze

    (dpa) Der Aufsichtsrat des Pharmakonzerns Stada um den scheidenden Vorsitzenden Carl Ferdinand Oetker hat bisher keine Belege für Verfehlungen der früheren Konzernspitze gefunden. In einem Untersuchungsbericht des Kontrollgremiums gebe es «keine Hinweise auf Selbstbereicherung, Bestechung o ... mehr

    Finanzinvestoren erleiden Rückschlag bei Stada-Übernahme

    (dpa) Die Finanzinvestoren Bain und Cinven müssen bei der vollständigen Übernahme von Stada einen Rückschlag hinnehmen. Um bei dem Arzneimittelhersteller durchregieren zu können, brauchen sie möglichst viele Stimmrechte. In der erweiterten Annahmefrist sammelten die Finaninvestoren aber kau ... mehr

    Investoren kommen bei Stada-Kauf weiter voran

    (dpa-AFX) Die neuen Stada-Eigner Bain Capital und Cinven kommen einer Alleinherrschaft beim Bad Vilbeler Arzneimittelhersteller immer näher. Laut einer am Sonntagabend veröffentlichten Mitteilung lenkten sie im Streit mit dem Finanzinvestor Paul Singer ein, der für seine Zustimmung zu dem g ... mehr

  • Firmen

    STADA Arzneimittel GmbH

    Die österreichische Vertriebsgesellschaft STADA Arzneimittel Ges.m.b.H., Wien, vertreibt neben den Generika des Konzerns auch einige Markenprodukte mit Schwerpunkt im OTC-Bereich. mehr

    STADA Arzneimittel AG

    Die STADA Arzneimittel AG hat ihren Sitz in Bad Vilbel (Deutschland) und ist eine internationale, Pharmafirma mit Schwerpunkt auf generischen und nicht patentierten pharmazeutischen Markenprodukten. STADA gehört zu den führenden generischen Unternehmen in Deutschland und in der EU und ist a ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.