Merck eröffnet Forschungs- und Entwicklungszentrum für die Formulierung von Medikamenten

16.07.2013 - Deutschland

Gerhard Lerch


Merck hat ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für die Formulierung von Medikamenten in Darmstadt in Betrieb genommen. In den Laboren entwickeln Chemiker und Pharmazeuten Hilfsstoffe, die als Bestandteile von Arzneimitteln die therapeutische Wirkung des Arzneistoffs sicherstellen. Mit der Investition in Höhe 4,5 Millionen Euro stärkt Merck seinen Forschungsstandort in Darmstadt und fördert damit die Innovationskraft des Unternehmens.

Merck

Von links: Michael Wagner (technischer Projektleiter), Robert Yates (Leiter der Life-Science-Sparte Merck Millipore) und Burghard Freiberg (Leiter des Geschäftsfeldes Pharm Chemicals Solutions) eröffnen das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum für die Formulierung von Medikamenten.

„Das Anwendungslabor wird dazu beitragen, das Portfolio unseres Unternehmens an innovativen Technologien und Produkten signifikant zu vergrößern“, sagte Robert Yates, Leiter der Life-Science-Sparte Merck Millipore, bei der Eröffnung des Forschungs- und Entwicklungszentrums. „Unsere Fähigkeit, hochwertige Hilfsstoffe zu entwickeln, und unser exzellentes Anwendungsfachwissen bieten unseren Kunden der pharmazeutischen Industrie einen echten Mehrwert.“

Ein Forschungsschwerpunkt des neuen Labors ist die Verbesserung der sogenannten Bioverfügbarkeit von Arzneistoffen. Darunter versteht man das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit der ein Arzneistoff am Wirkort im Körper zur Verfügung steht. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Hilfsstoffe: Diese Substanzen fungieren unter anderem als Füllstoffe, Lösungsmittel, Zerfallsbeschleuniger, Verdickungs-, Binde- oder Umhüllungsmittel. Vor allem bei neu entwickelten Medikamenten stellt die mangelnde Löslichkeit von Wirkstoffen eine große Herausforderung für die Pharmaforschung dar.

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum umfasst drei Großlabore, mehrere Kleinlabore für die Formulierung von Hilfsstoffen und für synthetische und analytische Labortätigkeiten sowie ein Trainingszentrum.

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