Um alle Funktionen dieser Seite zu nutzen, aktivieren Sie bitte die Cookies in Ihrem Browser.
my.bionity.com
Mit einem my.bionity.com-Account haben Sie immer alles im Überblick - und können sich Ihre eigene Website und Ihren individuellen Newsletter konfigurieren.
- Meine Merkliste
- Meine gespeicherte Suche
- Meine gespeicherten Themen
- Meine Newsletter
Designerdrogen: Verbot weiterer synthetischer Substanzen in Kraft getreten
30.07.2012: Mit der in den wesentlichen Teilen in Kraft getretenen Sechsundzwanzigsten Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften werden ab sofort 28 neue psychoaktive Substanzen dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterstellt. Dabei handelt es sich um synthetische Derivate des Amphetamins, Cathinons, Piperazins, Kokains sowie synthetische Cannabinoide. Außerdem werden dem Betäubungsmittelgesetz mit sechsmonatiger Übergangsfrist flüssige Tilidin-Arzneimittel mit schneller Wirkstofffreisetzung (die missbrauchsfähig sind und auch missbraucht werden) unterstellt.
Dazu erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: "Der Konsum dieser neuen synthetischen Substanzen ist mit unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken verbunden. Deshalb ist ein effektives Vorgehen gegen diese Substanzen notwendig. Mit der Unterstellung 28 weiterer Substanzen ist die Bundesregierung einen großen Schritt weiter gekommen. Das Verbot weiterer Substanzen wird folgen. Um noch effektiver auf die immer wieder neu auftretenden neuen Substanzen reagieren zu können, prüft die Bundesregierung derzeit, ob ganze Substanzgruppen dem BtMG unterstellt werden könnten, um einen Wettlauf zwischen dem Auftreten immer neuer Varianten einer Substanz und ihrer betäubungsmittelrechtlichen Regelung zu unterbinden."
Bei den neu unterstellten psychoaktiven Substanzen handelt es sich um chemische Abwandlungen bekannter Stoffe, die bereits bislang dem BtMG unterfielen. Die neuen Substanzen, die gelegentlich auch als "Designerdrogen" oder fälschlicherweise und irreführend als "Legal Highs" bezeichnet werden, sind professionell aufgemacht und werden verharmlosend z.B. als "Kräutermischungen", "Raumlufterfrischer" oder "Badesalze" verkauft. Die wirklichen Inhaltsstoffe werden dabei nicht angegeben.
Der Konsum neuer psychoaktiver Substanzen zieht teilweise schwere gesundheitliche Folgen nach sich: Die Symptome reichen von Übelkeit, heftigem Erbrechen, Herzrasen und Orientierungsverlust über Kreislaufversagen, Ohnmacht bis hin zu Lähmungserscheinungen und Wahnvorstellungen. In Deutschland mussten bereits mehrere Jugendliche, die die Gefahr unterschätzten, wiederbelebt werden.
Merkliste
Hier setzen Sie die nebenstehende News auf Ihre persönliche Merkliste
- Drogen
- 1Warum Sichelzellenanämie vor Malaria schützt - Mechanismus aufgeklärt
- 2Das stärkste Tier der Welt ist eine blinde, winzige Milbe
- 3FIRMAGON (Degarelix) zur Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs kommt in Europa auf den Markt
- 4US-Zulassung für Bayer-Krebsmedikament Stivarga (Regorafenib) zur Behandlung von metastasiertem Darmkrebs
- 5Studie: Hepatitis C reduziert Lebenserwartung um bis zu 18 Jahre
- 6Identifikation von Frauen mit HPV-Hochrisikotypen 16, 18 und 45 könnte frühere Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs ermöglichen
- 742% der Blockbusterumsätze werden von nur fünf Pharmafirmen erzielt
- 8Wunschbaby für 6300 Euro - Belgischer Arzt hilft bei Geschlechterwahl
- 9Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern: US-Zulassung für Bayer-Medikament Xarelto
- 10Helicobacter pylori wird nicht durch Küsse übertragen
