Um alle Funktionen dieser Seite zu nutzen, aktivieren Sie bitte die Cookies in Ihrem Browser.
my.bionity.com
Mit einem my.bionity.com-Account haben Sie immer alles im Überblick - und können sich Ihre eigene Website und Ihren individuellen Newsletter konfigurieren.
- Meine Merkliste
- Meine gespeicherte Suche
- Meine gespeicherten Themen
- Meine Newsletter
Alzheimer-Plaques in 3D
12.06.2012: Schweizer Forscher erzeugten detaillierte dreidimensionale Aufnahmen der räumlichen Verteilung von Amyloid-Plaques in Gehirnen von an Alzheimer erkrankten Mäusen. Diese Plaques sind Ansammlungen kleiner Proteinstücke im Gehirn und ein typisches Merkmal der Alzheimer-Erkrankung. Das neue, in den Untersuchungen angewendete Verfahren ist eine äusserst präzise Forschungsmethode und kann wesentlich zum Verständnis dieser Krankheit beitragen. Zusätzlich hoffen die Wissenschaftler, dass das Verfahren künftig die Grundlage einer neuen zuverlässigen Diagnosemethode bilden wird. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Neuroimage veröffentlicht.
Die neuesten gemeinsamen Ergebnisse zweier Forscherteams am Paul Scherrer Institut (PSI) und der ETH Zürich sowie der ETH Lausanne (EPFL) zeigen, dass die bildliche Darstellung einzelner Plaques unter bestimmten Bedingungen möglich ist. «Diese Errungenschaft kann die Entwicklung und Untersuchung neuer diagnostischer Marker für bildgebende Verfahren voranbringen und damit zu einer verbesserten Diagnose der Alzheimer-Erkrankung beitragen», erläutert Matthias Cacquevel, einer der Autoren an der EPFL.
Mit einem bildgebenden Verfahren, der Phasenkontrastmethode, gelang es den Forschern, in kurzer Zeit die exakte dreidimensionale Verteilung der Amyloid-Plaques in Gehirnen von an Alzheimer erkrankten Mäusen sichtbar zu machen. Bislang waren zeitraubende Studien die einzige Möglichkeit, die Verteilung einzelner Amyloid-Plaques zu untersuchen. «Bisher hätte man für eine solche Untersuchung das Gehirn in Scheiben geschnitten und die Scheiben so eingefärbt, dass die Plaques sichtbar werden», erklärt Bernd Pinzer vom Paul Scherrer Institut, der die Untersuchungen durchführte. «Dieses Verfahren ist der Goldstandard bei solchen Untersuchungen. Es ist aber auch sehr aufwendig, weil alles von Hand gemacht werden muss. Gleichzeitig liefert es sehr viel weniger Information als unsere neue Methode. Natürlich haben wir die Ergebnisse unseres Verfahrens aber mit dieser traditionellen Methode verglichen. Die Ergebnisse stimmen hervorragend überein.»
Als erstes konkretes Ergebnis bestimmten die Forscher die Verteilung der Plaques in den Gehirnen mehrerer Mäuse mit unterschiedlich weit fortgeschrittener Krankheit. Aus jedem dieser Gehirne erhielten die Forscher ein dreidimensionales Bild der gesamten Plaque-Anordnung und konnten somit die Entwicklung der Krankheit detailliert verfolgen. Mit herkömmlichen Verfahren wäre es kaum möglich gewesen, derart umfangreiche Informationen zusammenzustellen.
Originalveröffentlichung:
B.R. Pinzer, M. Cacquevel, P. Modregger, S.A. McDonald, J.C. Bensadoun, T. Thuering, P. Aebischer, M. Stampanoni; "Imaging brain amyloid deposition using grating-based differential phase contrast tomography"; Neuroimage, Volume 61, Issue 4, 2012, 1336–1346;
Kontakt / Infos anfordern
Fordern Sie gratis weitere Informationen an:
Merkliste
Hier setzen Sie die nebenstehende News auf Ihre persönliche Merkliste
Zusatzinformationen
- 1Warum Sichelzellenanämie vor Malaria schützt - Mechanismus aufgeklärt
- 2Das stärkste Tier der Welt ist eine blinde, winzige Milbe
- 3FIRMAGON (Degarelix) zur Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs kommt in Europa auf den Markt
- 4US-Zulassung für Bayer-Krebsmedikament Stivarga (Regorafenib) zur Behandlung von metastasiertem Darmkrebs
- 5Studie: Hepatitis C reduziert Lebenserwartung um bis zu 18 Jahre
- 6Identifikation von Frauen mit HPV-Hochrisikotypen 16, 18 und 45 könnte frühere Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs ermöglichen
- 7Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern: US-Zulassung für Bayer-Medikament Xarelto
- 842% der Blockbusterumsätze werden von nur fünf Pharmafirmen erzielt
- 9Helicobacter pylori wird nicht durch Küsse übertragen
- 10Wunschbaby für 6300 Euro - Belgischer Arzt hilft bei Geschlechterwahl
