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20.08.2002: LONDON (dpa-AFX) - Der Agarkonzern Monsanto rechnet vor 2005 nicht mit einer rechtlichen Zulassung für seine gentechnisch veränderten Produkte in Europa und Brasilien und geht daher so lange nicht von einem Wachstum bei seinen Biotech-Produkten in diesen Ländern aus. "Wir versuchen konservativ zu kalkulieren", sagte Vorstandschef Hendrik Verfaillie der "Financial Times" ("FT", Montagausgabe).

Verfaillie habe damit aber nicht die Hoffnung auf eine mögliche Verbesserung der Situation aufgegeben. Monsanto war der einzige Konzern in der Branche, der davon ausgegangen sei, dass Biotechnologie rasch zu Markterfolgen führen würde. Seine jetzige Einschätzung könnte Konkurrenten wie EI DuPont und Syngenta dazu bewegen, ihre Expansionspläne außerhalb der USA zu überdenken, schreibt die "FT".

'KEINE WEITEREN ABSCHREIBUNGEN'

Weitere Abschreibungen auf Geschäfte in Lateinamerika schließt der Monsanto-Chef aus. "Ich gehe nicht davon aus, dass es weitere Abschreibungen geben wird", sagte er. Darüber hinaus sagte er, der Konzern habe keine Liquiditätsprobleme. "Wir prognostizieren 400 bis 460 Millionen US-Dollar freie Barmittel in diesem Jahr und 500 Millionen Dollar im nächsten."

Zur negativen Marktentwicklung seines Produktes RoundUp sagte Verfaillies: falls der Preis oder der Absatz weiter fallen sollten, dann müsste eine zusätzliche Änderung des Geschäftsmodells erwogen werden. Das Herbizid RoundUp galt bislang als eines der wichtigsten Produkte des Konzerns, da es kräftig zu dessen Gewinnen beitrug.

Die Gesellschaft ist anfälliger auf den Druck von Investoren geworden, seit der US-Medikamentenhersteller Pharmacia, der im April 2000 Monsanto mehrheitlich übernahm, vergangene Woche seinen 84-prozentigen Anteil an dem Konzern an die Börse gebracht hat.

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