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11.11.2010: Membranständige Rezeptoren, Kanäle und Transporter zählen zu den wichtigsten Zielmolekülen der Pharmaindustrie. Die Suche nach neuen Wirkstoffen unter unendlich vielen chemisch und strukturell ähnlichen Verbindungen gleicht der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Benötigt werden analytische Techniken, mit denen sich mehrere tausend potenzielle Wirkstoffe parallel an Proteinen testen lassen - und diese Techniken stecken derzeit noch in den Kinderschuhen. Der Arbeitsgruppe Prof. Robert Tampé an der Goethe-Universität ist es in Zusammenarbeit mit dem Walter-Schottky Institut der Technischen Universität München gelungen, eine neue Methode zur automatisierbaren und Hochdurchsatz-geeigneten Untersuchung der hochempfindlichen Membranproteine zu entwickeln.
Wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Nano Letters“ mitteilen, werden die Membranproteine auf einer Chipoberfläche aufgebracht, auf der sich fast 50.000 Nanoporen befinden. Die Verwendung der nanostrukturierten Oberfläche hat den Vorteil, dass die Membranproteine innerhalb von frei tragenden Lipidmembranen auf den winzigen Poren in ihrer nativen Struktur und somit auch in ihrer Funktion erhalten bleiben. Auf organische Lösungsmittel in der Lipidmembran, welche ebenfalls die Struktur der Membranproteine zerstören können, kann dabei verzichtet werden.
Wie ein Wirkstoff beispielsweise den Transport von Stoffen ins Zellinnere beeinflusst, prüfen die Wissenschaftler mithilfe der Fluoreszenzmikroskopie. Aufgrund der parallelen Architektur des Systems ist eine Vielzahl von gleichzeitigen Messungen möglich.
Originalveröffentlichung:Alexander Kleefen et al.; "Multiplexed Parallel Single Transport Recordings on Nanopore Arrays"; Nano Lett.
Spätestens mit dem Frühlingsanfang beginnt die alljährliche Leidenszeit der Pollenallergiker. Künftig wird sich diese in den Herbst hinein verlängern, denn die hochallergene und erst ab Spätsommer blühende Ambrosia artemisiifolia profitiert vom Klimawandel und wird sich auch in Regionen aus ... mehr
Wissenschaftler des Frankfurter Universitätsklinikums haben ein Molekül identifiziert, das für den Alterungsprozess der Herzzellen mitverantwortlich ist. In Versuchen konnte dieser Mechanismus bereits ausgehebelt werden. Die Studie wird im Fachmagazin Nature veröffentlicht.
Das menschliche ... mehr
Ein internationales Team von Alzheimer-Forschern hat bei umfangreichen Genom-Analysen eine neue Gen-Variante gefunden, die zwar selten ist, aber mit einem deutlich erhöhten Risiko für die Alzheimer-Krankheit einhergeht. Der aktuelle Befund stützt vor allem eine Vielzahl früherer Studienresu ... mehr
Zwei Forscherinnen der TU München wollen den Heilungserfolg von Tumorerkrankungen nach Strahlentherapie verbessern. Dabei setzen sie auf neue molekulare Behandlungsansätze, welche die Strahlenempfindlichkeit speziell von Krebszellen erhöhen und die körpereigene Immunantwort gegen den Tumor ... mehr
Bei Zahnfleischentzündungen werden oft desinfizierende Mundwässer empfohlen. Die darin enthaltenen Wirkstoffe könnten zukünftig vielleicht noch einen ganz anderen Anwendungsbereich finden: Wie Wissenschaftler berichten, verstärken Chlorhexidin und Alexidin den programmierten Zelltod und kön ... mehr
Der menschliche Körper ist ständig einer Vielzahl verschiedener Krankheitserreger ausgesetzt. Angesichts der Häufigkeit der Angriffe durch Viren oder Bakterien werden wir jedoch extrem selten krank. Das liegt vor allem an einem bestimmten Typ von Immunzellen, den so genannten T-Killerzellen ... mehr
Mit ihren 13 Fakultäten und 460 Professoren bildet die TUM in 133 Studiengängen ca. 25.000 Studierende aus, davon 20 Prozent aus dem Ausland. Die Schwerpunktfelder sind die Ingenieur- und Naturwissenschaften, Medizin und Lebenswissenschaften sowie die Wirtschaftswissenschaften und Lehrerbil ... mehr