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08.11.2010: Das junge Unternehmen
PlantForm aus Guelph in Ontario/Kanada nutzt Tabakpflanzen,
um Medikamente gegen Krebs zu entwickeln. Ein neuer Ansatz,
der die Medikamentenkosten stark senken soll. PlantForm
stellt dabei therapeutische Antikörper-Medikamente und -Impfstoffe
aus Tabakpflanzen her. Die Universität Guelph hat die
Lizenz für die Technologie an PlantForm vergeben. Chris Hall
ist wissenschaftlicher Leiter bei PlantForm und arbeitete an der
Universität Guelph zehn Jahre lang an der Technologie und
entwickelte insgesamt 20 Jahre lang Antikörper, bevor er nun
den Durchbruch schaffte. Hall ist Professor in der Fakultät Natur
und Biologie sowie Inhaber des Lehrstuhls für rekombinante
Antikörper-Technologie.
Das erste Produkt von PlantForm ist ein Biosimilar des Brustkrebs-
Medikaments Herceptin, genannt Trastuzumab. Im Labor
konnte gezeigt werden, dass Trastuzumab denselben Reinheitsgrad
und dieselbe Wirkung hat wie Herceptin. Die Herstellung
ist jedoch mit einer Kostenersparnis von bis zu 95 Prozent
möglich. Das macht es zu einer sehr attraktiven Alternative.
„Das Problem vieler Marken-Medikamente heute ist, dass sie
sehr teuer sein können. Patienten, Gesundheitsdienstleister
und Versicherungen wollen alle Zugang zu bezahlbaren Alternativen.
Brustkrebs mit Herceptin zu behandeln, kann jährlich
mehr als 70.000 Euro (100.000 kan. Dollar) pro Patient kosten“,
sagt Dr. Don Stewart, President, CEO und Gründer von
PlantForm.
Der nächste Schritt für das Unternehmen ist nun eine Serie
klinischer Tests. PlantForm hat bisher 700.000 Euro (1 Mio.
kan. Dollar) aufgebracht und benötigt insgesamt knapp 1,1 Millionen
Euro (1,5 Mio. kan. Dollar), um Tierversuche mit dem Biosimilar Trastuzumab durchführen zu können. Anschließend
strebt PlantForm die Phase 1 einer klinischen Studie mit Menschen
an, in der Sicherheit und Verträglichkeit getestet werden.
Das Unternehmen benötigt 3,5 bis 4,9 Millionen Euro (5 bis 7
Mio. kan. Dollar), um die Phase 1 abzuschließen. Danach soll
mithilfe eines Co-Entwicklungs-Lizenzvertrags mit einem großen
Pharmaunternehmen Phase 3 durchlaufen werden, in der
der Wirksamkeitsnachweis erbracht wird. Biosimilars benötigen
keine Untersuchungen der Phase 2.
„Wir planen, unser Biosimilar Trastuzumab weltweit auf den
Markt zu bringen und wollen 2016 in Europa beginnen. Wir fokussieren
Europa, weil die Herceptin-Patente dort 2014 auslaufen.
Mehr als 50 Prozent des Marktes für dieses Medikament
liegen in Europa, zudem ist die Nachfrage dort höher als das
Angebot. Wir hoffen auf 30 Prozent Marktanteil“, sagt Dr. Stewart.
Der Medikamenten- und Impfstoffindustrie für Biosimilars, die
momentan noch klein ist, wird ein rasches Wachstum vorhergesagt,
denn patentgeschützte, biologische Präparate verlieren
ihren Patentschutz in den nächsten Jahren. PlantForm plant
Biosimilars von drei weiteren Krebsmedikamenten, die gemeinsam
mit Herceptin im Jahr 2009 weltweit Umsätze von mehr als
16 Milliarden Euro (23 Milliarden kan. Dollar) erwirtschafteten.
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Das junge Unternehmen
PlantForm aus Guelph in Ontario/Kanada nutzt Tabakpflanzen,
um Medikamente gegen Krebs zu entwickeln. Ein neuer Ansatz,
der die Medikamentenkosten stark senken soll. PlantForm
stellt dabei therapeutische Antikörper-Medikamente und -Impfstoffe
aus Tabakpflanzen her. Die ... mehr
Das junge Unternehmen
PlantForm aus Guelph in Ontario/Kanada nutzt Tabakpflanzen,
um Medikamente gegen Krebs zu entwickeln. Ein neuer Ansatz,
der die Medikamentenkosten stark senken soll. PlantForm
stellt dabei therapeutische Antikörper-Medikamente und -Impfstoffe
aus Tabakpflanzen her. Die ... mehr
Das junge Unternehmen
PlantForm aus Guelph in Ontario/Kanada nutzt Tabakpflanzen,
um Medikamente gegen Krebs zu entwickeln. Ein neuer Ansatz,
der die Medikamentenkosten stark senken soll. PlantForm
stellt dabei therapeutische Antikörper-Medikamente und -Impfstoffe
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