Mit einem my.bionity.com-Account haben Sie immer alles im Überblick - und können sich Ihre eigene Website und Ihren individuellen Newsletter konfigurieren.
06.01.2010: (dpa) In der Debatte um eine geringere Abnahme des Schweinegrippe-Impfstoffes Pandemrix pochen die Bundesländer auf Zugeständnisse des Herstellers GlaxoSmithKline (GSK). Ziel der Länder sei es, nur die Kosten für Impfdosen für 30 Prozent der Bevölkerung übernehmen zu müssen, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Mechthild Ross-Luttmann (CDU), der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hannover. «Wir haben jetzt Impfdosen für 60 Prozent der Bevölkerung - 60 Prozent werden sich niemals impfen lassen. Für mich ist ganz wichtig, dass wir zumindest schon mal zehn Prozent runter gehen können», sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin.
Dies sei zwingend. Für die verbleibenden 20 Prozent forderte sie ein finanzielles Entgegenkommen des Pharmakonzerns. «Da erwarte ich ein Angebot von GSK», sagte Ross-Luttmann. Die Länder wollen an diesem Donnerstag in Berlin mit dem Pharmakonzern die Mengen neu aushandeln. Die Verhandlungen wurden angesetzt, weil die Länder bis in den März hinein Impfdosen für nun deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 30 Prozent der Bevölkerung geliefert bekommen.
Die Länder hatten 50 Millionen Dosen des Impfstoffes Pandemrix für 416,5 Millionen Euro geordert. Dies geschah jedoch noch in der Annahme, dass eine zweifache Impfung notwendig sei. Anfang Dezember hatte das Robert-Koch-Institut aber darauf hingewiesen, dass schon eine einmalige Impfung den nötigen Schutz sicherstelle. Nun könnten sogar 60 Prozent aller Menschen geimpft werden. Aufgrund der Impfmüdigkeit der Deutschen bleiben die Ländern aber auf einem Großteil ihrer Dosen sitzen. In Niedersachsen ließen sich bislang lediglich gut zehn Prozent impfen.
Um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, forderte Ross-Luttmann auch Unterstützung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP). «Der Bund hat uns ja immer sehr gedrängt, mehr Impfstoff zu bestellen als wir tatsächlich bestellt haben. Von daher sehe ich auch den Bund mit in der Pflicht, uns auch bei den Verhandlungen zu unterstützen.» Zudem sei es Aufgabe des Bundes, mit anderen Staaten über einen Verkauf von Impfdosen zu verhandeln.
Eine Beteiligung des Bundes an den Kosten für überschüssige Dosen will die Ministerin noch nicht abschreiben. «Unter dem Aspekt gesamtgesellschaftlicher Verantwortung wäre es schon wichtig, dass der Bund sich zu seiner Verpflichtung bekennt.» Dies sei zwar schwierig - Rösler habe dies zuletzt immer abgelehnt, dennoch gebe es weiter Gespräche, in denen der Bund an seine Verantwortung erinnert werde.
Merkliste
Hier setzen Sie die nebenstehende News auf Ihre persönliche Merkliste
Immer mehr Bakterien werden unempfindlich gegen die verfügbaren Antibiotika. Gefürchtete Vertreter dieser wachsenden Gruppe sind multiresistente Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus. Die unter dem Kürzel „MRSA“ als Krankenhauskeime bekannten Staphylokokken lassen sich nur noch mit se ... mehr
Zehn biopharmazeutische Unternehmen haben bekannt gegeben, dass sie eine gemeinnützige Organisation zur Beschleunigung der Entwicklung neuer Medikamente gegründet haben. Abbott, AstraZeneca, Boehringer Ingelheim, Bristol-Myers Squibb, Eli Lilly and Company, GlaxoSmithKline, Johnson & Johnso ... mehr
(dpa-AFX) GlaxoSmithKline (GSK) legt bei seinem Angebot für seinen Biotech-Partner Human Genome Science nach. Der Konzern erhöht sein Angebot von 13 US-Dollar je Aktie auf 14,25 Dollar, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit wird Human Genome nun insgesamt mit rund drei Milliarden D ... mehr
GlaxoSmithKline ist ein weltweit führendes, forschungsorientiertes Gesundheitsunternehmen, das sich der Entwicklung innovativer Arzneimittel verschrieben hat. Unser Anspruch ist es, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern, indem wir ihnen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben e ... mehr
Wir erforschen und entwickeln innovative Medikamente und Impfstoffe, um Ihnen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen. Unsere Arzneimittel steigern die Lebensqualität, wirken vorbeugend, vermeiden kostspielige Krankenhausaufenthalte, beschleunigen die Rückkehr in ein nor ... mehr
Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister (Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz) beschlossen.
Das Gesetz verbessert die Strukturen, Reichweite, Wirksamkeit und Qualität der bestehenden Kreb ... mehr
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat eine Absichtserklärung zur Tumordokumentation unterzeichnet. Darin verpflichten sich alle wichtigen Akteure im Bereich der Krebsversorgung, gemeinsam und konsequent an einer datensparsamen einheitlichen Tumordokumentation mitzuarbeiten. Mit dieser E ... mehr
Der Bundesrat hat dem Zweiten Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften zugestimmt. Neben umfangreichen Änderungen im Arzneimittelgesetz geht es dabei auch um neue Regelungen im Betäubungsmittelrecht und in der gesetzlichen Krankenversicherung. Damit können wichti ... mehr