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15.06.2009: (dpa-AFX) Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat die Produktion einer ersten Charge des Schweinegrippe-Impstoffs A(H1N1) früher als erwartet abgeschlossen. Die zellbasierte Herstellungstechnologie ermögliche den Beginn der Impfstopff-Produktion, sobald ein pandemischer Virusstamm identifiziert sei, was gegenüber dem traditionellen eierbasierten Herstellungsverfahren eine signifikante Zeitersparnis bedeute, teilte der Basler Pharmakonzern am Freitag mit.
Die erste Charge von 10 Litern des Wildtypus-Impfstoffs A(H1N1) werde für präklinische Auswertungen und Untersuchungen verwendet und auch für klinische Versuche in Betracht gezogen, heißt es weiter. Derzeit wird der Impfstoff im hessischen Marburg hergestellt. Neben der Schnelligkeit biete das zellbasierte Herstellungsverfahren den Vorteil, dass die Produktion rascher erhöht werden könne, so dass die Anlage das Potenzial besitze, Millionen von Dosierungen pro Woche zu produzieren. Eine zweite Produktionsstätte befinde sich in Nord-Kalifornien im Bau, in Zusammenarbeit mit dem US-Gesundheitsdepartment.
Basierend auf diesem Erfolg mit dem Wildtypus erwartet der Konzern eine rasche Ausweitung der Anfertigung des Impfstoffs A(H1N1) mit den Keimen, die die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) im Mai zur Verfügung gestellt habe. Es sei vorgesehen, im Juli mit diesem Impfstoff klinische Versuche zu starten, die Lizenzierung werde im Herbst erwartet. Bisher hätten mehr als 30 Regierungen bei Novartis Lieferungen des Impfstoffs A(H1N1) angefragt.
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