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Ulcus



  Ein Ulcus, zu deutsch etwa "Geschwür", bezeichnet in der Medizin einen "tiefliegenden Substanzdefekt" der Haut atraumatischer, z.B. infektiöser oder ischämischer Ätiologie (Herkunft) (der Begriff "Wunde" dagegen umfasst auch Substanzdefekte traumatischer Entstehung). Oberflächlichere Defekte nennt man Erosion (betroffen hier die oberen Epidermisschichten) oder Exkoriation (alle Schichten der Epidermis betroffen, also bis zur Lederhaut=Corium - !Grenze, die durch die Basalmembran markiert wird), s.a. Effloreszenzenlehre (Dermatologie); diese können durchaus traumatischer Herkunft sein (z.B. Abschürf - Verletzungen). Was die Basalmembran durchbricht, wird i.A. als Ulcus bezeichnet. Weil für eine narbenlose Abheilung das Vorhandensein einer intakten Basalzellschicht (Stratum germinativum, der Basalmembran als einschichtiges Epithel aufsitzend) notwendig ist, ist, im Gegensatz zu den oberlächlicheren Defekten, beim Ulcus eine narbenlose Abheilung eben nicht mehr möglich.


Ursache können Durchblutungsstörungen, Infektionen oder Tumore sein oder eine Kombination dieser Faktoren (z. B. bei Diabetes mellitus). Ulzerationen sind häufig Symptome von Allgemeinerkrankungen und treten oft multipel auf.

Häufige Formen

 

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ulcus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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