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Histoplasmose



  Die Histoplasmose (oder Retikuloendotheliale Zytomykose) ist eine systemische Infektionskrankheit durch Infektion mit dem Pilz Histoplasma capsulatum. In der Mehrzahl der Fälle ist nur oder vorwiegend die Lunge befallen. Dem Vorkommen des Erregers entsprechend ist die Histoplasmose in Süd-, Mittel- und Teilen Nordamerikas, Indonesien und Afrika verbreitet. Fälle in Westeuropa sind die Ausnahme.

Pathologie

Die Ansteckung mit dem im Erdboden lebenden Pilz erfolgt durch Einatmung der Sporen. In der Lunge werden diese durch Makrophagen phagozytiert. Sie entwickeln sich innerhalb der Makrophagen zur Hefeform, die sich durch Sprossung vermehrt. Es kommt zur Bildung kleiner zunächst epitheloidzelliger Granulome, die später zum Teil zentral eine „verkäsende“ Nekrose aufweisen. Die Abheilung erfolgt unter Verkalkung. Über den Blutkreislauf können Histoplasmen verschleppt werden und sekundär Lymphknoten, Leber und Milz befallen. Besonders das Retikuloendotheliale System ist in den Befall einbezogen.

Klinik

  Die meisten Infektionen verlaufen stumm, d.h. sie werden von den Erkrankten nicht bemerkt. Ausschlaggebend für etwaige Symptome ist die Infektionsdosis und die Abwehrlage des Wirtes. Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 17 Tagen können sie sich als allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber und trockener Husten manifestieren. Bei AIDS-Erkrankten sind Histoplasmosen häufiger und verlaufen schwerer. Hier können schwere disseminierte (weitverteilte), geschwürige Gewebeschäden auftreten. Auch Todesfälle sind beschrieben worden.

Die Behandlung wird nur bei schweren disseminierten Verläufen für notwendig erachtet und mit Amphotericin B durchgeführt.

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