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Blutpuffer



Als Blutpuffer wird das sehr komplexe Puffersystem des Blutes bezeichnet, das den pH-Wert des Blutes in engen Grenzen abpuffert. Der eingestellte pH-Wert liegt bei 7,4 (7,38–7,42). Liegt der pH-Wert tiefer, so spricht man von einer Azidose, liegt er höher von einer Alkalose.

Der Blutpuffer entsteht durch das Zusammenwirken von vier Puffersystemen im Blut:

  • Kohlensäure-Hydrogencarbonat-Puffer (knapp 75 % der Gesamtpufferkapazität des Blutes):
\mathrm{H_2CO_3 + H_2O \ \rightleftharpoons \ H_3O^+ + HCO_3^-}
  • Hämoglobin (knapp 25 % der Gesamtpufferkapazität des Blutes): Im Sauerstoffkreislauf wirkt der rote Blutfarbstoff als Puffer:
\mathrm{Hb \cdot H^+ + H_2O \ \rightleftharpoons \ H_3O^+ + Hb}
  • Phosphatpuffer (rund 1 % der Gesamtpufferkapazität des Blutes, ist intrazellulär von großer Bedeutung):
\mathrm{H_2PO_4^- + H_2O \ \rightleftharpoons \ H_3O^+ + HPO_4^{2-}}
  • Proteinatpuffer (rund 1 % der Gesamtpufferkapazität des Blutes): Plasmaproteine wirken wegen ihres amphoteren Charakters als Puffer.
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Blutpuffer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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