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100 Jahre Chromatographie bei Merck
Experience drives Innovation - 100 Jahre Produkte für die Chromatographie
Vor 100 Jahren produzierte Merck als weltweit erstes Unternehmen Sorbentien für die Chromatographie - nur ein Jahr, nachdem der russische Botaniker Michail S. Tswett das neu entdeckte Trennprinzip erstmals beschrieben hatte. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Chromatographie zum meistgenutzten analytischen Werkzeug geworden. Merck, heute weltgrößter Hersteller von Kieselgelen für chromatographische Zwecke, hat mit vielen Innovationen zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen.
Von Anfang an hat Merck die Entwicklung der Chromatographie aktiv begleitet. Eine der jüngsten Innovationen ist zugleich auch eine der zukunftsweisendsten: Die monolithische Kieselgeltechnologie, die erstmals in der HPLC-Trennsäule Chromolith® zum Einsatz kam. Das Besondere daran: Die bimodale Porenstruktur des Kieselgelstäbchens, das anstelle der sonst üblichen Mikropartikel verwendet wird. Dank seiner hohen Porosität lassen sich Trennungen fünf- bis zehnmal schneller realisieren - bei gleichzeitig höherer Qualität der Ergebnisse.
Mit Innovationen wie dieser hat Merck mit dazu beigetragen, die Chromatographie fit für die Zukunft zu machen. Denn trotz ihrer 100-jährigen Tradition sind die Potenziale, die die Chromatographie bietet, noch lange nicht ausgeschöpft. Immer bedeutender wird sie beispielsweise als Werkzeug der "Life Sciences": So war etwa die vorzeitige Sequenzierung des Humangenoms nur durch den massiven Einsatz von Flüssigphasen-Separationstechnik möglich. Auch die Proteomforschung, ein zentraler Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente, wird ohne den Einsatz leistungsfähiger chromatographischer Trennmethoden kaum vorstellbar sein.
Ein Blick zurück
Bis zu solchen Anwendungen war es vor 100 Jahren noch ein weiter Weg. Als Pionier der Chromatographie gilt der russische Botaniker Michail S. Tswett, der Anfang des 20. Jahrhunderts über die Eigenschaften von Chlorophyll forschte. Bei der Filtration von Blattpigmenten durch ein mit Calciumcarbonat gefülltes Glasrohr gelang ihm erstmals die vollständige Trennung der Komponenten - ein entscheidender Durchbruch.
Für den Erfolg der Methode war es wichtig, Materialien in hochwertiger und reproduzierbarer Qualität bereit zu stellen. Mit diesem Anliegen wandte sich Hans Wislicenus, Laborleiter an der Forstakademie Tharandt, im Jahre 1904 an das Darmstädter Unternehmen Merck. Gemeinsam entwickelte man ein Aluminiumoxid für die Adsorptionsanalyse von Gerbstoffen - das war der Startschuss für die industrielle Produktion von Sorbentien für die Chromatographie. Dreißig Jahre später, im Zuge der Wiederentdeckung von Tswetts Ideen an der Universität Heidelberg, war es wiederum Merck, das mit dem "Aluminiumoxid standardisiert nach Brockmann" neue Standards für Qualität und Reinheit setzte.
Für alle Bereiche der Chromatographie hat das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten wichtige Impulse gegeben. So etwa in der Dünnschichtchromatographie: Mit ihrem Begründer Egon Stahl entwickelte Merck in den 1950er Jahren mehrere Kieselgel-Sorten. 1966 folgten die ersten gebrauchsfertigen DC-Schichten auf Glas, rund zehn Jahre später die ersten Fertigplatten für die HPTLC. Jüngste Innovation: Die monolithischen UTLC-Fertigplatten, die der planaren Chromatographie neue Perspektiven erschlossen haben.
Im Bereich der Säulen-Flüssigkeits-Chromatographie bahnten sich Ende der 1960er Jahre entscheidende Neuerungen an. Mit der Herstellung poröser Sorbentien mit einem Korndurchmesser unterhalb von 10 µm wurde 1969 das Zeitalter der HPLC bei Merck eingeläutet. Bald schon folgten die ersten sphärischen Materialien. Der steigende Bedarf nach Trennung komplexer basischer Gemische führte 1987 zur Entwicklung basenselektiver Sorbentien. Der nächste Meilenstein waren hochreine sphärische Kieselgele, bevor Chromolith® im Jahre 2000 die Tür zu einer neuen Dimension der HPLC geöffnet hat. Auch in der Biochromatographie, die seit Mitte der 1980er Jahre mehr und mehr in den Fokus rückte, hat Merck neue Wege beschritten - beispielsweise mit der Entwicklung der "Tentakel-Technologie".
Innovationen aus Erfahrung
Erfahrung in Innovationen umsetzen - dieses Prinzip zieht sich wie ein roter Faden durch 100 Jahre Chromatographie-Geschichte bei Merck. "Damit sind wir optimal auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet. Mehr denn je kommt es heute darauf an, was Merck von Anfang an ausgezeichnet hat: Innovationskraft, enge Kontakte zur Wissenschaft, Orientierung an den Bedürfnissen des Kunden und eine gleichbleibend hohe Qualität aller Produkte", so Walter Galinat, Leiter der Sparte Life Science & Analytics bei Merck.
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